• Franchise-Gesellschaften sollen in den kommenden 12 bis 18 Monaten in den Konzern integriert werden
  • Vorstand soll um Chief Risk Officer (CRO) mit Verantwortung für Risikocontrolling, Recht und Compliance erweitert werden
  • Neue Ressortverteilung im Vorstand: Sebastian Hirsch wird Chief Financial Officer (CFO); CEO Antje Leminsky verantwortet zusätzlich Interne Revision

 

Baden-Baden, den 29. Oktober 2020: Die GRENKE AG, globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, stellt mit einem Fahrplan für die Integration der Franchise-Gesellschaften sowie einer Verstärkung des Vorstands und einer neuen Ressortverteilung die Weichen für die Zukunft.

Um die Compliance sowie das gesamte interne Kontrollsystem weiterzuentwickeln, installiert GRENKE einen Chief Risk Officer (CRO) auf Vorstandsebene und überträgt die Verantwortung für die Interne Revision der Vorstandsvorsitzenden Antje Leminsky. Zudem ist Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch mit sofortiger Wirkung zum Chief Financial Officer (CFO) ernannt worden.

Dazu Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG: „Wir stehen als mittelständisch geprägter Konzern für Unternehmergeist, Verlässlichkeit und langfristige Wachstumsorientierung. Dieses erfolgreiche Modell wollen wir in kontinuierlicher Weiterentwicklung noch stärker verbinden mit dem, was der Kapitalmarkt ebenso von uns erwartet: Transparenz, professionelle Governance und Compliance.“

Integration der Franchise-Unternehmen

Seit dem Jahr 2003 erfolgt die Expansion des GRENKE Konzerns in neue Märkte unter anderem über Franchise-Unternehmen, an denen die geschäftsführenden Gesellschafter dieser Unternehmen mit einer substanziellen Minderheitsbeteiligung beteiligt sind. Die Kapitalmehrheit liegt bei verschiedenen Finanzinvestoren, darunter die CTP Handels- und Beteiligungs GmbH (CTP). Nach typischerweise vier bis sechs Jahren hat GRENKE in der Vergangenheit die Franchise-Unternehmen erwerben können.

Vorstandsmitglied Sebastian Hirsch erläutert dazu: „Fast zwei Dekaden waren wir mit der Expansion über Franchise-Unternehmen sehr erfolgreich. Diesen Erfolg wollen wir fortsetzen, aber mit GRENKE-Start-ups ohne externe Finanzinvestoren. Angesichts der Größe, der Kraft und der Expertise des Konzerns überwiegen nach unserer Einschätzung die Chancen bei diesem Schritt die Risiken. Wichtig für die Zukunft ist weiterhin die unternehmerische Orientierung und damit die Incentivierung der Start-up-Teams über eine angemessene Teilhabe am Erfolg. Um unseren neuen Weg transparent darzustellen, wollen wir neben den bisherigen Darstellungen in unserer Bilanz die Ergebnisse dieser Start-ups sowie die damit verbundenen Kosten gesondert darstellen.“

GRENKE beabsichtigt, die bestehenden 16 Franchise-Unternehmen zu integrieren, die der Konzern noch nicht übernommen hat. Dazu will der GRENKE-Vorstand zügig Gespräche mit den bisherigen Eigentümern dieser Gesellschaften aufnehmen. Der indirekte Eigentümer der CTP, Unternehmensgründer Wolfgang Grenke, hatte im September angeboten, seine Beteiligungen an den Franchise-Unternehmen an die GRENKE AG zu veräußern. Gleiches gilt für die Garuna AG, die ebenso Anteile hält.

Etwaige Transaktionen in diesem Zusammenhang sollen auf Basis unabhängiger Wertgutachten erfolgen. Der Konzern plant, den Erwerb der Anteile von allen Finanzinvestoren in den nächsten 12 bis 18 Monaten schrittweise zu vollziehen.

Unabhängig von der künftig entstehenden Konsolidierungspflicht für die Franchise-Unternehmen in den Konzern nach IFRS will die GRENKE AG schon mit dem Jahresabschluss für das Jahr 2020 eine Pro-forma-Konsolidierung vornehmen und dabei die erwarteten Auswirkungen auf die Bilanz aufzeigen.

Vorstand wird verstärkt – neue Ressortverteilung unterstreicht starke Governance

Auf Initiative des Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp hat der Aufsichtsrat entschieden, den Vorstand um einen Chief Risk Officer (CRO) zu erweitern, der die Themen Risikocontrolling, Recht und Compliance verantworten soll. Damit will das Unternehmen den gestiegenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die internen Kontrollsysteme zukünftig noch besser gerecht werden. Die Suche nach geeigneten Kandidaten hat begonnen. Zudem will der Konzern seine wesentlichen Compliance-Richtlinien sowie sämtliche Nebentätigkeiten und Rollen von Mitarbeitern innerhalb und außerhalb des Konzerns überprüfen.  

Parallel dazu wird ein weiteres wichtiges Ressort zur Chefsache: Die Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky übernimmt ab sofort die Verantwortung für die Interne Revision. Sie verantwortet darüber hinaus die Ressorts Konzernstrategie, IT, Risikocontrolling und Credit Center.  

Sebastian Hirsch, im Vorstand bereits verantwortlich für die Bereiche Controlling, M&A, Treasury, Recht, Steuern und Investor Relations, ist mit sofortiger Wirkung zum Chief Financial Officer (CFO) ernannt worden.

Weitere Anpassungen in den Ressortverantwortlichkeiten werden nach der Erweiterung des Vorstands umgesetzt.

Dazu Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp: „Die GRENKE-Gruppe hat in den vergangenen 40 Jahren Erfolgsgeschichte geschrieben, davon 20 Jahre als börsennotiertes Familienunternehmen. Mit der inzwischen erreichten Größe des Unternehmens sind neue Herausforderungen verbunden. Diese gehen wir aktiv an. Mit den heute angekündigten Schritten stärken wir den Vorstand und unsere Corporate Governance.“

Intaktes Geschäftsmodell mit langfristigen Wachstumschancen

Zusammenfassend bilanziert Antje Leminsky: „Unser Geschäftsmodell ist nach unserer Überzeugung intakt: Als weltweiter Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen haben wir uns echte Wettbewerbsvorteile und dank unseres großen Netzwerks an Vertriebspartnern eine starke Marktposition erarbeitet. Wir werden GRENKE mit aller Kraft weiter modernisieren und haben beste Voraussetzungen, unser profitables Wachstum langfristig fortzusetzen. Wir konzentrieren uns auf die Zukunft.“


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