• Anzahl Leasingneuverträge erstmals seit Beginn der Pandemie wieder über Vorjahresquartal
  • Leasingneugeschäft mit 398,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Q2 2020: 402,3 Mio. Euro)
  • DB2-Marge mit 18,1% über Vorjahresquartal (Q2 2020: 17,5%) 
  • Neue syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit Gesamtvolumen von 250 Mio. Euro 
  • GBB senkt Rating von A auf A- 
  • Halbjahresfinanzbericht und Analystencall am 4. August 2021

 

Baden-Baden, den 2. Juli 2021: Die GRENKE AG, globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, hat in Q2 2021 mit 398,6 Mio. Euro ein Leasingneugeschäft auf Vorjahresniveau erzielt (Q2 2020: 402,3 Mio. Euro). Die Anzahl der Neuverträge stieg in Q2 2021 um 11,3% auf 56.078 und lag dabei erstmals seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie wieder über dem Niveau des Vorjahresquartals. Zudem erhöhte sich die Deckungsbeitragsmarge 2 des Leasingneugeschäfts von 17,5% im Vorjahresquartal auf 18,1% in Q2 2021. Das Leasingneugeschäft entspricht der Summe der Anschaffungskosten aller neu erworbenen Leasinggegenstände. 

„Wenn wir uns die vergangenen Monate anschauen, dann sehen wir, es geht jetzt wieder bergauf. Gleichwohl befinden wir uns weiterhin in einem von der Pandemie geprägten Marktumfeld“, erläutert Dr. Sebastian Hirsch, Finanzvorstand der GRENKE AG, und ergänzt: „Mit Beginn der Covid-19-Krise haben wir in unseren Neugeschäftsaktivitäten gezielt auf Risikolimitierung und kleinteiliges Geschäft gesetzt. Diese Strategie ist aufgegangen. Doch nun steht der nächste Schritt an, wir wollen auch das Volumen sukzessive steigern. Mit dem syndizierten Kredit haben wir hierfür eine wesentliche Voraussetzung geschaffen.“

 

Regionale Entwicklung des Leasingneugeschäfts

Die Pandemie verlief zeitlich und regional sehr unterschiedlich. Diese Unterschiede werden im Vergleich der Geschäftsergebnisse deutlich. Zu Beginn des Q2 2020 war das Neugeschäft in Deutschland durch die Pandemie noch weniger stark beeinträchtigt. In der DACH-Region blieb das Leasingneugeschäft in Q2 2021 daher im Vergleich zu dem relativ robusten Geschäftsverlauf vor einem Jahr mit 111,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresquartal (Q2 2020: 131,6 Mio. Euro). In Westeuropa - ohne DACH - wurde im gleichen Zeitraum hingegen ein deutlicher Zuwachs von 27,8% verzeichnet. Im zweiten Quartal 2021 erzielte GRENKE besonders in Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg substanzielle Zuwächse. In der Region Südeuropa sank das Neugeschäft hingegen um 12,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei konnten die starken Neugeschäftsentwicklungen in Spanien, Portugal und Kroatien die niedrigeren Abschlusszahlen in Italien nicht vollständig kompensieren. In Nord- und Osteuropa verzeichnete GRENKE ein Wachstum im Leasingneugeschäft von 6,0%, getrieben von einem deutlichen Zuwachs in Großbritannien und Polen. Die übrigen Regionen haben mit einem Leasingneugeschäft von 20,9 Mio. Euro einen Anstieg von 11,0% gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt. 

 

Entwicklung der Deckungsbeitragsmarge 

Der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasingneugeschäfts lag mit 72,1 Mio. Euro nach 70,4 Mio. Euro weitgehend auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals. Die DB-2-Marge stieg erneut infolge des weiterhin konsequenten Fokus auf das profitable Small-Ticket-Geschäft und erreichte in Q2 2021 18,1% (Q2 2020: 17,5%). Entsprechend lag der durchschnittliche Wert je Leasingvertragsab-schluss im Berichtsquartal bei 7.108 Euro (Q2 2020: 7.985 Euro). Als „Small-Tickets“ werden Leasingverträge im Volumen zwischen 500 und 25.000 Euro bezeichnet. 

Der Deckungsbeitrag 1 (DB1) in Q2 2021 lag mit 47,2 Mio. Euro (Q2 2020: 48,5 Mio. Euro) 2,8% unter dem Vorjahresquartal. Entsprechend erreichte GRENKE eine DB1-Marge von 11,8% knapp unter Vorjahresniveau (Q2 2020: 12,1%). 

 

Regionale Entwicklung der Deckungsbeiträge 

Auch im Vergleich der Deckungsbeiträge 2 werden die zeitlich und regional sehr starken Unterschiede des Verlaufs der Pandemie deutlich. Während in der DACH-Region ein Rückgang des Deckungsbeitrags 2 von 21,6% erzielt wurde, verzeichnete die Region Westeuropa ohne DACH ein substantielles Wachstum von 26,8%. In Südeuropa ging der Deckungsbeitrag 2 leicht um 3,5% zurück, hingegen wurde in der Region Nord-/Osteuropa eine Steigerung um 11,5% erreicht. Die übrigen Regionen erzielten gegenüber dem Vorjahresquartal ein Wachstum von 12,3%. 

Im Berichtsquartal erhielt GRENKE mit insgesamt 117.387 Leasinganfragen erstmals seit Beginn der Pandemie wieder mehr Anfragen als im Vorjahresquartal (Q2 2020: 111.934), was auf eine erste Erholung in einigen der Zielmärkte hindeutet. Im Berichtsquartal entfielen 24.673 Anfragen auf die DACH-Region und 92.714 auf die internationalen Regionen. Insgesamt schloss GRENKE im Berichtszeitraum 56.078 neue Leasingverträge, dies entspricht einer Umwandlungsrate von 48%. In Q2 2020 wurden bei einer Umwandlungsrate von 45% noch 50.381 Leasingverträge abgeschlossen. 

 

Factoringneugeschäft 

Im Factoringneugeschäft erzielte GRENKE im Berichtsquartal mit einem angekauften Forderungsvolumen von 175,2 Mio. Euro ein signifikantes Wachstum von 23,7% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (Q2 2020: 141,7 Mio. Euro). Der Zuwachs beruhte insbesondere auf der starken Performance in Deutschland (+33,3% auf 56,4 Mio. Euro). In den internationalen Märkten stieg das Factoringneugeschäft um 19,6% auf 118,8 Mio. Euro nach 99,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal.  

 

GRENKE Bank 

Mit der zu Jahresbeginn erfolgten Anpassung des Geschäftsumfangs im KMU-Kreditgeschäft sank das Kreditneugeschäft der GRENKE Bank in Q2 2021 erwartungsgemäß um 88,7% auf 6,1 Mio. Euro (Q2 2020: 54,2 Mio. Euro). Unabhängig davon bildet das Einlagengeschäft der GRENKE Bank unverändert eine wichtige Säule der Konzernrefinanzierung mit einem Bestandsvolumen von 1.505,2 Mio. Euro per 30.06.2021 (30.06.2020: 1.312,3 Mio. Euro). 

 

Finanzierungsbasis verbreitert - GBB senkt Rating von A auf A- 

Am 30.06.2021 hat der GRENKE Konzern mit sieben Kernbanken eine syndizierte revolvierende Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 250 Mio. Euro unterzeichnet. Die Fazilität läuft zwei Jahre und enthält Möglichkeiten zur Verlängerung für bis zu zwei weitere Jahre.

Die GBB-Rating Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung mbH hat das Rating für den GRENKE Konzern am 01.07.2021 von A auf die Stufe A- gesenkt. Der Ausblick bleibt negativ. GBB nannte in ihrer Begründung im Wesentlichen die durch die Covid-19-Pandemie belastete Ertragslage der Gesellschaft und die zur Wiederherstellung des Anlegervertrauens noch nötigen Fortschritte des Governance- und Risk & Compliance Managements. Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells wird unverändert als hoch eingestuft. Dem GRENKE Konzern wird damit unverändert eine hohe Bonität bescheinigt. 
 

Der Halbjahresfinanzbericht wird am 4. August 2021 veröffentlicht.

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