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Glossar

Von ABS-Bond bis Vermietvolumen – hier erklären wir alle Begriffe.

A

ABCP-Programm

Abkürzung für „Asset-Backed-Commercial-Paper-Programm“. Unter ABCP-Programmen veräußern Unternehmen, wie zum Beispiel Leasinggesellschaften, Forderungen an eine Zweckgesellschaft, die verzinsliche Wertpapiere über den Kapitalmarkt an Anleger begibt. Zins und Tilgung dieser Wertpapiere werden aus den Zahlungsströmen der abgetretenen Forderungen beglichen.

ABS-Bond

Refinanzierungsart, bei der von der Zweckgesellschaft mehrere Tranchen von Anleihen mit unterschiedlichen Ratings (Risikoklassen) ausgegeben werden. Der Anteil der am besten beurteilten Tranche ist ein Spiegelbild der Qualität des Leasingportfolios sowie des Risikomanagements und wirkt sich unmittelbar auf die Kosten dieser Finanzierungsart aus.

Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio

Unter Geschäftskunden verstehen wir Leasingnehmer, die nicht spezifischen Schutzvorschriften für Verbraucher unterliegen. Die Angabe bezieht sich auf die Anzahl neu abgeschlossener Leasingverträge im Berichtszeitraum.

Asset based loans

Asset based loans sind Darlehen, die durch Leasingforderungen besichert sind. Hier werden zukünftige Leasingforderungen an ein Kreditinstitut verkauft und der Barwert an GRENKE ausgezahlt. Die zukünftigen Leasingraten stehen somit dem Kreditinstitut zu.

Asset-Broker

Auf dem Internet-Portal Asset-Broker vermarktet GRENKE in Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Italien gebrauchte Leasinggegenstände. Auch die Fachhandelspartner von GRENKE haben die Möglichkeit, das Portal zum Vertrieb der eigenen Vorführ- und Gebrauchtgeräte zu nutzen.

B

BDL

Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V., Berlin.

C

Commercial Papers (CPs)

Commercial Papers sind ein kurzfristiges Finanzinstrument mit einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen. CPs haben keine separate Zinszahlung, da sie zum Diskont ausgegeben werden. Die Rückzahlung erfolgt zum vollen Nennwert.

Cost-Income-Ratio (Aufwand-Ertrag-Verhältnis)

Die Cost-Income-Ratio ist der Quotient aus der Summe der betrieblichen Aufwendungen und der Summe der operativen Erträge.

D

DB

Der Deckungsbeitrag, auch Bruttogewinn, ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenrechnung. Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, den zum Beispiel ein Produkt zur Deckung der Fixkosten und zur Erzielung eines Nettogewinns leistet. Er wird ermittelt als Differenz aus Erlösen und den variablen Kosten, die durch das Produkt direkt ausgelöst wurden.
Bei GRENKE wird der Deckungsbeitrag 1 aus dem Barwert der Zinsüberschüsse abzüglich Provisionen an Dritte berechnet. Der Deckungsbeitrag 2 entspricht dem Barwert der operativen Erträge eines Leasingvertrags inklusive Risikokosten, Service- und Verwertungsertrag.

DCGK

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung in Form von Empfehlungen und Anregungen.

DIP

Das Debt Issuance Program ist ein flexibles Refinanzierungsprogramm mit standardisiertem Dokumentationsrahmen. Es ermöglicht der Emittentin, ihren Finanzmittelbedarf durch Aufnahme von Fremdmitteln in unterschiedlichen Währungen, Volumina und Laufzeiten von mindestens einem Jahr zu decken.

DIP-Bonds

DIP-bonds, oder auch Anleihen, werden im Rahmen des Debt Issuance Programms an der Börse oder außerbörslich emittiert. Der Zinssatz ist fest oder variabel. Für den Absatz sorgen je nach Volumen eine oder mehrere Händlerbanken (Dealer). Die beteiligten Banken übernehmen in der Regel keine Übernahmeverpflichtung. Das Platzierungsrisiko bleibt bei der Emittentin.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter auf Basis der Kopfzahl

Dies ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im GRENKE Konzern innerhalb des Berichtszeitraums auf Basis der Kopfzahl. Mitglieder des Vorstands werden nicht mitgezählt. Es wird keine Unterscheidung zwischen Vollzeit- und Teilzeitmitarbeitern vorgenommen.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Vollzeitäquivalent

Dies ist die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im GRENKE Konzern innerhalb des Berichtszeitraums nach Vollzeitäquivalent. Mitglieder des Vorstands werden nicht mitgerechnet. Teilzeitmitarbeiter werden zur Berechnung der Vollzeitäquivalenz anteilig berücksichtigt.

E

EBIT

Englische Abkürzung für „Earnings before interest and taxes“. Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern.

EBT

Englische Abkürzung für „Earnings before taxes“. Der Begriff bezeichnet das Ergebnis vor Steuern.

Embedded Value (exkl. Eigenkapital vor Steuern)

Der Embedded Value (Exkl. Eigenkapital vor Steuern) und der Embedded Value (Inkl. Eigenkapital nach Steuern) unterscheiden sich darin, dass hier keine Hinzurechnung des künftigen Ertragspotential aus dem Leasingvertragsportfolio zum bilanziellen Eigenkapital stattfindet, sowie die Betrachtung ohne Berücksichtigung von Steuern erfolgt.

Embedded Value (inkl. Eigenkapital nach Steuern)

Der Ertrag eines Leasingvertrages entsteht bei IAS-/ IFRS-Bilanzierung über die Laufzeit verteilt. Ein Großteil des Gewinns aus dem Vertragsportfolio zu einem Bilanzstichtag liegt somit in der Zukunft. Daher wird über den Embedded Value künftiges Ertragspotential aus dem Leasingvertragsportfolio als Ergänzungskapital offengelegt und dem bilanziellen Eigenkapital hinzugerechnet, so dass die eigentliche Substanz eines Unternehmens erkennbar wird. Das künftige Ertragspotential wird unter Aufdeckung stiller Reserven durch die Gegenüberstellung der mit den Leasingverträgen zusammenhängenden abgezinsten Erträgen und Aufwendungen ermittelt. Hierbei erfolgt die Betrachtung unter Berücksichtigung von Steuern.

eSignature

Die eSignature ist die 2015 eingeführte Signaturlösung von GRENKE. Der kostenlose Service für Fachhandelspartner und Kunden vereinfacht den Abschluss von Finanzierungsverträgen. Die Dokumente werden elektronisch versandt und rechtsgültig signiert.

F

Factoring

Factoring ist eine Finanzdienstleistung, die der kurzfristigen Umsatzfinanzierung dient. Der Factor erwirbt die Forderungen des Factoringkunden gegen dessen Abnehmer (Debitor) und zieht sie direkt bei diesem ein. Als Gegenleistung für die Abtretung der Forderungen leistet der Factor an den Factoringkunden umgehend eine Zahlung, die sich an der Höhe der Forderung orientiert.

Franchisesystem

Bei diesem Vertriebssystem erteilt der Franchisegeber seinen Partnern eine Lizenz zur selbstständigen Führung eines Betriebs und übernimmt unter anderem die Warenlieferung und Werbung selbst. Grundlage des Systems ist ein Franchisevertrag, durch den Marketing, Geschäftspolitik, Produktangebot und vieles mehr detailliert festgelegt werden. Der rechtlich selbstständige Franchisenehmer profitiert damit von einem bekannten Firmennamen und langjähriger Erfahrung aus dem Vertrieb. Der Franchisegeber kann seine Produkte oder Dienstleistungen ohne eigenen Kapitaleinsatz auf zusätzlichen Märkten vertreiben.

G

GRENKE Group

Die GRENKE Group schließt den GRENKE Konzern und seine Franchisepartner ein.

GRENKE Konzern

Der GRENKE Konzern schließt die GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten nach IFRS ein.

Global loan (Globaldarlehen)

Global Loan, oder auch Globaldarlehen, sind Darlehen der Landesbanken mit Sonderaufgaben oder der KfW, welche der GRENKE - zur Förderung der Wirtschaft - Darlehen mit vergünstigten Zinssätzen zur Verfügung stellen. Dieser Zinsvorteil wird in einen prozentualen Fördervorteil umgerechnet und dem Leasingkunden bei Abschluss eines Leasingvertrages mit Fördergutschein als ein Beitrag zur Verfügung gestellt.

H

Hybridanleihe

Eine Hybridanleihe ist eine nachrangige Anleihe und eine Mischform (Hybrid) zwischen Eigen- und Fremdkapital. Sie hat sowohl Eigenschaften von Aktien als auch von Anleihen und ist für das emittierte Unternehmen eigenkapitalähnlich. Die Laufzeit ist unbegrenzt und die Anleihe ist häufig mit einem verhältnismäßig hohen Zinssatz ausgestattet, da die Zinszahlungen nach Ermessen der Emittentin ganz oder teilweise entfallen können.

I

IFRS

Bei den International Financial Reporting Standards - vormals International Accounting Standards (IAS) - handelt es sich um von einem unabhängigen privaten Gremium, dem International Accounting Standards Board (IASB), entwickelte Regelungen der externen Berichterstattung von Unternehmen. Die IFRS bestehen aus den Standards selbst sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) – vormals Standing Interpretations Committee (SIC). Sie sind seit dem Geschäftsjahr 2005 für kapitalmarktorientierte Unternehmen mit EU-Sitz) in der von der EU übernommenen Form verpflichtend anzuwenden. Es gilt zu beachten, dass Standards und Auslegungen die unter der Bezeichnung „IAS“ bzw. „SIC“ herausgegeben wurden, nach wie vor gültig sind, soweit sie nicht von neuen IFRS Standards bzw. IFRIC Auslegungen ersetzt worden sind.

L

Lifetime Expected Credit Loss (LT ECL) und 12 Month Expected Credit Loss (12M ECL)

Der Lifetime Expected Credit Loss entspricht der über die Gesamtlaufzeit eines Leasingvertrags und/oder eines Portfolios, bzw. eines anderen Vermögenswerts im Anwendungsbereich des IFRS 9, anfänglich kalkulierten Schadenshöhe, wobei der Konzern eine möglichst geringe Abweichung der erwarteten Schäden von den realisierten Schäden anstrebt.

Der 12 Month Expected Credit Loss entspricht der über die Laufzeit von zwölf Monaten anfänglich kalkulierten Schadenshöhe eines Leasingvertrags und/oder eines Portfolios, bzw. eines anderen Vermögenswerts im Anwendungsbereich des IFRS 9, wobei der Konzern eine möglichst geringe Abweichung der erwarteten Schäden von den realisierten Schäden anstrebt.

M

MDAX

Der Aktienindex MDAX (abgeleitet von Mid-Cap-Dax) enthält die Aktien der 60 größten und liquidesten Unternehmen aus klassischen Sektoren unterhalb des DAX (der 30 Aktien umfasst). Dies können sowohl deutsche als auch ausländische Unternehmen sein – vorausgesetzt, sie sind im Prime Standard notiert. Die GRENKE AG war erst im SDAX gelistet (der die 70 größten und liquidesten Unternehmen unterhalb des MDAX umfasst). Mit Wirkung zum 24. Juni 2019 wurde das Unternehmen in den MDAX aufgenommen.

Mid-caps

Aktiengesellschaften mit einem mittleren Börsenwert.

Mittlerer Anschaffungswert

Der mittlere Anschaffungswert wird als arithmetisches Mittel der Anschaffungskosten aller im Berichtszeitraum erworbenen Leasinggegenstände bestimmt.

Money market

Money Market, oder auch Geldhandelslinie, ist ein nicht zugesichertes kurzfristiges Finanzmittel, bei dem der Darlehensnehmer kurzfristig Geld aufnehmen kann und zuzüglich einem vorab festgelegten Zins zum Fälligkeitstag zurückzahlt.

N

Neugeschäft

Das Neugeschäft umfasst die Anschaffungskosten aller neu erworbenen Gegenstände aus Leasing- und Mietkaufverträgen, das Factoringvolumen sowie das KMU Kreditgeschäft im Berichtszeitraum.

Nichtfinanzielle Erklärung

EU-Richtlinie 2014/95/EU bzw. §§ 289b ff. HGB und §§ 315b ff. HGB verpflichten kapitalmarktorientierte Unternehmen, eine nichtfinanzielle Erklärung zu publizieren. Die GRENKE AG kommt dieser Berichtspflicht mit einem gesonderten Kapitel im Geschäftsbericht nach.

P

Prime Standard

Der Prime Standard ist ein Teilmarkt an der Frankfurter Wertpapierbörse, der hohe Transparenzanforderungen an Emittenten stellt, die über den General Standard hinausgehen (zum Beispiel sind Quartalsberichte bzw. Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen. Ferner muss die gesamte Unternehmenskommunikation auch in englischer Sprache erfolgen). Ein Listing im Prime Standard ist Voraussetzung für die Aufnahme in einen Auswahlindex der Deutschen Börse wie DAX, MDAX, TecDAX oder SDAX.

R

Rahmenvertrag

Kunden, die regelmäßig Investitionen tätigen, schließen mit GRENKE einen Rahmenvertrag ab und profitieren innerhalb dieses Rahmens von einheitlichen, günstigen Konditionen. Das vereinbarte Leasingvolumen können die Kunden in einzelnen Tranchen abrufen. Vorteile für den Kunden sind günstige Konditionen, reduzierter Aufwand und größere Flexibilität. Der Händler des Kunden wird dabei über diesen Rahmenvertrag informiert. Er hat damit zusätzliche Möglichkeiten, sein Geschäft mit diesen Kunden zu steigern.

Rating

Rating-Agenturen beurteilen (englisch „raten“) die Bonität eines Emittenten nach einem standardisierten Verfahren über lang- und kurzfristige Zeiträume. Die Bewertung mit „AAA“ bedeutet zum Beispiel größte Zahlungsfähigkeit, „C“ sowie „D“ stehen in der Nomenklatur für eine sehr geringe Zahlungsfähigkeit. Die führenden Rating-Agenturen sind Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch.

S

Schadenquote

Die Schadenquote entspricht dem Quotient aus den Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge und dem Vermietvolumen.

Small-Ticket-Leasing

Der GRENKE Konzern hat sich im Wesentlichen auf das sogenannte Small-Ticket-Leasing spezialisiert. In diesem Marktsegment werden Geräte wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik, Medizintechnik sowie sonstige Produkte ab 500 Euro Anschaffungswert verleast. Bei über 90 Prozent der Leasingverträge liegt der Anschaffungswert unter 25 TEUR.

V

Vermietvolumen

Das Vermietvolumen ist die Summe aller (historischen) Anschaffungskosten der Gegenstände aus laufenden Leasing- und Mietkaufverträgen.